Programminhalte

Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist eine zentrale Herausforderung, bei der Großwärmepumpen als Schlüsseltechnologie für Wohnquartiere, Fernwärmenetze und industrielle Prozesse gelten. Der Jahreskongress bringt Branchenexperten zusammen, um innovative Lösungen, Best Practices und Zukunftskonzepte für die Wärmewende zu diskutieren.

Großwärmepumpen im Wohnungssektor

effiziente Lösungen für Quartiere und urbane Räume

Fernwärme neu gedacht

wie Großwärmepumpen Netze transformieren

Industrielle Anwendungen

Prozesswärme nachhaltig und wirtschaftlich

Hochtemperatur-Großwärmepumpen

Innovationen für anspruchsvolle Einsatzbereiche

Auf dieser Seite erhalten Sie in den nächsten Wochen regelmäßig Updates zu den Programm-Inhalten und den Referenten.

Beginn

Mittwoch, 28. Oktober – 09:30 Uhr

Donnerstag, 29. Oktober – 09:00 Uhr​

Großwärmepumpen im technischen Wandel

Die technologischen Durchbrüche der letzten Jahre von 2015 bis 2026 haben die Entwicklung der Großwärmepumpentechnologie maßgeblich vorangetrieben. Gleichzeitig verändern aktuelle Markttrends in der Fernwärme und Industrie die Anforderungen an effiziente und klimafreundliche Wärmelösungen. Doch wohin geht die Reise bis 2035? Welche Entwicklungen und Technologien werden den Markt prägen und welche Lösungen werden sich voraussichtlich langfristig durchsetzen?

Großwärmepumpen - Markthochlauf und Kosten in Deutschland

Was wäre ein Jahreskongress ohne Studie zu Marktentwicklung und Kosten? Eine empirische Studie hierzu werden wir gleich zu Beginn des Jahreskongresses erleben. Die empirische Analyse wurde vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln vor wenigen Monaten veröffentlicht.

Potenziale von Fließgewässern für die Wärmeversorgung deutscher Städte

Die Potenziale von Flusswasser-Aquathermie sind beeindruckend. Flusswasser könnte und sollte ein wichtiger Baustein der kommunalen Wärmewende darstellen.

Die von der TU Braunschweig durchgeführte Studie zu den Potenzialen von Fließgewässern für die Wärmeversorgung deutscher Städte hat in der Fachwelt große Aufmerksamkeit erzeugt und liefert wertvolle Erkenntnisse für Stadtwerke, Planungsbüros, Kommunen und Energieversorger. Darüber hinaus wird sich der Vortrag aber auch mit bürokratischen und technischen Restriktionen beschäftigen und wie diese aufgelöst werden könnten.

Abwasser, Flusswasser und Speicher – Wärmewende-Modell Lemgo

Die Stadtwerke Lemgo zählen zu den Vorreitern bei der Integration von Großwärmepumpen in Fernwärmenetze. Im Vortrag „Abwasser, Flusswasser und Speicher – Wärmewende-Modell Lemgo“ wird gezeigt, wie Umweltwärme aus dem Ablauf des Zentralklärwerks sowie aus dem Fluss Bega über Großwärmepumpen für die Wärmeversorgung des historischen Stadtkerns nutzbar gemacht wird.

Im Fokus stehen die Planung, Auslegung und der Betrieb der Großwärmepumpenanlagen, die Nutzung verschiedener Wärmequellen, die Einbindung von BHKW-Abwärme sowie das Zusammenspiel mit dem im Bau befindlichen Großwärmespeicher.

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Einblicke in die technische Umsetzung, die Betriebsstrategie, die erzielten CO₂-Einsparungen und die Erfahrungen aus einem der innovativsten Fernwärmeprojekte Deutschlands.

Der Vortrag zeigt eindrucksvoll, wie Stadtwerke mit Großwärmepumpen den Weg zu einer klimafreundlichen und wirtschaftlichen Wärmeversorgung gestalten können, aber auch welche Herausforderungen bei der Umsetzung existieren.

Energieverbund Waldbronn - Contracting einer Hochtemperatur-Wärmepumpe mit Abwärmenutzung und Sektorenkopplung

Das Projekt Energieverbund Waldbronn verbindet viele Themen miteinander und ist vor allem deshjalb außergewöhnlich, weil bereits langjährige Praxiserfahrungen vorliegen. Das EnBW-Projekt verbindet die Themen Abwärmenutzung, Sektorenkopplung, Quartiersversorgung und Hochtemperatur-Wärmepumpe im Realbetrieb. Außerdem stellt es ein Musterbeispiel für eine kommunale Wärmewende und Contracting in einem konkreten Praxisbeispiel dar.

Leitfaden zur Entwicklung und Umsetzung (industrieller) Großwärmepumpenprojekte

Wie sollte man ein Großwärmeprojekt angehen? Was ist zu beachten? Wir schauen uns dies in einem Vortrag an, der ausgehend von der VDI 4646 die Vorgehensweise bei der Entwicklung von Großwärmepumpenprojekten von der Potenzialanalyse bis zur Umsetzung einer Großwärmepumpenanlage erörtert. Dabei legen wir den Fokus eher auf die industrielle (Abwärme-)Nutzung als auf kommunale Wärmenetze.

Machbarkeitsabschätzung für Wärmepumpe und Kühlwassernetz in der Industrie

Industrielle Niedertemperaturabwärmenutzung mit Großwärmepumpen ist einer der schlafenden Riese der Wärmewende. Häufig sind industrielle Wärmenetze nicht gut vorbereitet auf den Einsatz von nicht-fossilen Wärmeerzeugern. Der Vortrag zeigt, wie das Wärmenetz eines Großunternehmens der Automobilindustrie durch Effizienzsteigerung, Modellierung und Temperaturabsenkung von Grund auf neu aufgestellt werden konnte. Darüber hinaus wird ein einfach-nutzbares Tool vorgestellt, mit dem das Betriebsverhalten (Leistung und Effizienz) der Wärmepumpe auf stündlicher Ebene herstellerneutral modelliert werden kann. Dies ermöglicht eine schnelle Untersuchung einer Vielzahl von Auslegungsfällen und die optimale Dimensionierung der Komponenten.

Umsetzung von Großwärmepumpen-Projekte bei der Kommunalen Wärmeplanung

Wie Sportplätze, Parkplätze, Schulhöfe oder Grünflächen zu saisonalen Energiespeichern und Wärmequellen werden

Die Kombination aus Großwärmepumpen und großflächigen Erdkollektoren steht aktuell noch sehr selten im Fokus. Das ist bedauerlich – und wir wollen mit diesem Vortrag einen Eindruck der vielfältigen Anwendungsfelder oberflächennaher Geothermie vermitteln. Gerade bei der kommunale Wärmeplanung könnte dieses Themenfeld mit der Kombination aus Geothermie, Großwärmepumpe, Speicher, Kalte Nahwärme und Sektorenkopplung einen besonderen Stellenwert einnehmen. Garniert wird das Ganze unter anderem mit einem Projektbericht zum Anergienetz in Winsen (Luhe).

Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen für Großwärmepumpen-Projekte

Das Feld der rechtlichen Rahmenbedingungen für Großwärmepumpen-Projekte ist groß. Daher werden wir uns am zweiten Kongresstag in zwei Vorträgen á 45 Minuten mit diesen Themenfelder beschäftigen.

Selbstverständlich werden dort die Neuerungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes für Großwärmepumpen und die Regelungen des Wärmeplanungsgesetzes besprochen. Aber auch die Förderungen für große Wärmepumpen werden wir kurz herausstellen.

Wir werden auch über Regelungen des Wärmeverkaufs sprechen müssen (AVBFernwärmeV) und über rechtliche Vorgaben beim Genehmigungsverfahren. Aber auch ein Schwenk zu den rechtlichen Besonderheiten bei Kalten Nahwärmenetzen darf nicht fehlen.

Klimaturm Bremen - Blaupause für Großwärmepumpen einer klimaneutralen Wärmeversorgung von Quartieren?

Wie kann dieses innovative Konzept einer vertikalen Luft-Wasser-Großwärmepumpe mit Leistungen bis in den Megawattbereich und Vorlauftemperaturen bis 85 °C ein Gamechanger für den Einsatz von GWP in urbanen Quartieren darstellen.

Dabei legen wir einen besonderen Fokus auf die Wahl des natürlichen Kältemittels CO₂ sowie die Schall- und Platzvorteile im urbanen Raum. Welche Auswirkungen hatten diese bei Genehmigung, Bau und Inbetriebnahme? Gibt es in der Praxis Abweichungen zwischen erwarteten und erzielten Effizienzkennzahlen sowie den Vor- und Rücklauftemperaturen?

Dockyard Berlin – Innovatives GWP-Contracting-Projekt mit Eisspeicher, PVT, Geothermie und weiteren Wärmequellen

Das Dockyard Berlin stellt aus unserer Sicht ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Kombination von Großwärmepumpen, Eisspeicher, PVT-Technologie, Geothermie, intelligenter Betriebsführung und Contracting dar. Insbesondere das Zusammenspiel von Eisspeicher, PVT, Geothermie und weiteren Wärmequellen bei einem KI-gestütztes Energiemanagement und Betriebsoptimierung erscheint auch für andere Projekte interessant.
Neben den Betriebserfahrungen freuen wir uns auch, mehr über die Wirtschaftlichkeit und Mehrwert des Contracting-Modells zu erfahren.

Mittwoch, 28. Oktober – 18:00 Uhr

Donnerstag, 29. Oktober – 15:30 Uhr

Ende